§ 01

Was ist die extrakorporale Stoßwellentherapie?

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) leitet akustische Druckimpulse von außen durch die Haut ins Gewebe. Muskuloskelettale Studien prüfen, ob diese Impulse Schmerz und Funktion bei einem klar umrissenen Beschwerdebild verbessern.

Zur Evidenz gehören sehnenbezogene Diagnosen wie das chronische Trochanter-major-Schmerzsyndrom (GTPS, Schmerzen an der seitlichen Hüfte) und davon getrennte myofasziale Studien zum oberen Trapezius, zum Quadratus lumborum (QL) und zum Piriformis-Syndrom. Behandlungsziel und Vergleichsgruppe unterscheiden sich zwischen diesen Studien.

Messen Sie, ob die Behandlung eine bestimmte schmerzhafte Tätigkeit erleichtert – zusammen mit dem Rehabilitationsprogramm.

Fokussierte Geräte bündeln die Energie in einer gewählten Region; radiale Druckwellen breiten sich vom Applikator her aus. Anatomie, Geräteeigenschaften und die Evidenz zum jeweiligen Beschwerdebild bestimmen die Wahl. Bei den hier besprochenen Beschwerden ist die Stoßwellentherapie in Deutschland in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen; klären Sie die Kosten vorab.

PubMed 32769596
§ 02

Formen der Stoßwellentherapie

Fokussierte ESWT (fESWT)

Elektromagnetische, elektrohydraulische oder piezoelektrische QuellenEnergiefeld: Energie gebündelt in einer gewählten FokuszoneDruck: Höherer Spitzendruck als bei radialen Systemen
  • • Erzeugung elektromagnetisch, elektrohydraulisch oder piezoelektrisch
  • • Fokuszone und Energieverteilung hängen von Gerät und Applikator ab
  • • Die Zieltiefe ergibt sich aus der Anatomie und, falls nötig, aus der Bildgebung
  • • Eine Studie zum chronischen GTPS behandelte die Ansätze der Glutealsehnen unter Ultraschallortung
  • • Evidenz zu einer Sehnendiagnose belegt nicht die Behandlung eines einzelnen Punktes im Muskel

Anwendung: Ein untersuchtes Ziel, das zu einem Protokoll für fokussierte Geräte passt

Radiale Druckwelle (rPWT / rESWT)

Ballistischer Applikator, angetrieben über Druckluft oder elektromagnetische SpulenEnergiefeld: Höchster Druck direkt am Applikator; verteilt sich im GewebeDruck: Anderes Druckfeld, andere Definitionen der Parameter
  • • Die Druckwellen breiten sich vom Applikator aus, der auf der Haut aufliegt
  • • Form und Einstellungen des Applikators bestimmen mit, welche Region erreicht wird
  • • Radiale Studien umfassen Schmerzen im oberen Trapezius und ein untersuchtes Piriformis-Syndrom
  • • Radiale und fokussierte Einstellungen lassen sich nicht gegeneinander austauschen
  • • Die klinische Auswahl hängt von Diagnose, Anatomie und der passenden Studie ab

Anwendung: Ein Beschwerdebild, das mit dem gewählten radialen Protokoll untersucht wurde

§ 03

Vermutete Wirkmechanismen

Zell- und Tierstudien beschreiben mögliche Effekte auf Signalwege und Blutgefäße. Klinische Studien zu myofaszialen Schmerzen erfassen vor allem Schmerz, Druckempfindlichkeit und Funktion; dass eine strukturelle Reparatur die Besserung verursacht, belegen sie nicht.

Mechanotransduktion

Mechanischer Druck kann zelluläre Signalwege in Gang setzen. Experimentelle Daten beschreiben mögliche biologische Reaktionen; ein klinischer Nutzen muss für das jeweils behandelte Beschwerdebild eigens belegt sein.

Örtliche Schmerzempfindlichkeit

Myofasziale Studien messen nach der Behandlung Schmerz und Druckempfindlichkeit. Diese Endpunkte zeigen, wie die Beschwerden ansprechen – dass ein Triggerpunkt zerstört oder beseitigt wird, belegen sie nicht.

Gefäßreaktionen im Tierversuch

Eine Studie am Achillessehnenansatz von Kaninchen fand nach Stoßwellenbehandlung neue Blutgefäße und Marker der Gefäßneubildung. Ob schmerzhafte Muskulatur beim Menschen dadurch heilt, wurde nicht untersucht. PMID 14554209.PubMed 14554209

Stickstoffmonoxid und Gefäßsignale

In kultivierten menschlichen Gefäßzellen steigerten Stoßwellen die Aktivität der endothelialen Stickstoffmonoxid-Synthase. Dieser Laborbefund ist ein vermuteter Mechanismus, keine nachgewiesene Erklärung für Schmerzlinderung bei Patientinnen und Patienten. PMID 15740982.PubMed 15740982

Schmerzmodulierende Effekte

Mechanische Reize können die Aktivität von Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) und die Schmerzverarbeitung verändern. Die bisherigen klinischen Studien belegen weder einen einzelnen vorherrschenden Wirkweg noch, dass eine sofortige Linderung einen anhaltenden Nutzen vorhersagt.

Klinische Endpunkte

Myofasziale Studien verfolgen vor allem Schmerz und Druckempfindlichkeit; Studien zum GTPS erfassen zusätzlich die Hüftfunktion und die Aktivität im Alltag. An diesen Endpunkten lässt sich ablesen, was die Behandlung verändert hat.

Ansprechen über eine Behandlungsserie

Beobachten Sie dieselbe schmerzhafte Tätigkeit über den Zeitraum, den auch die Studien nachverfolgt haben. Weniger Druckschmerz allein heißt noch nicht, dass Kraft und Alltagsfunktion zurückgekehrt sind.
Was eine Behandlungsserie erfassen sollte
Klinisches Ziel

Diagnose und Gewebebereich sind benannt, bevor das Gerät ausgewählt wird.

Angewandtes Protokoll

Gerät, Energie, Impulszahl, Frequenz und Zahl der Termine werden dokumentiert.

Ansprechen im Alltag

Dieselbe Bewegung oder Aufgabe wird wiederholt, um einen spürbaren Nutzen zu beurteilen.

Nachkontrolle

Schmerz und Funktion werden in einem vereinbarten Abstand nach der Serie überprüft.

§ 04

Untersuchte Parameter und Dosiswahl

Energieflussdichte

0,20 mJ/mm² in einer Studie mit fokussierter ESWT beim GTPSRamon 2020 arbeitete mit dieser Energieflussdichte an einem fokussierten Gerät (Duolith SD1 Ultra); die Scheinbehandlung erhielt 0,01 mJ/mm². Das sind Studieneinstellungen für das chronische GTPS, keine allgemeine Dosis für Muskeln. PMID 32769596.PubMed 32769596

Impulsanzahl

2.000 Impulse pro Sitzung in dieser StudieDieselbe GTPS-Studie zielte unter Ultraschallortung auf den Ansatz der Glutealsehnen. Die Impulszahl lässt sich nur zusammen mit Gerät, Energie und behandeltem Feld sinnvoll einordnen.

Impulsfrequenz

5 Hz in der GTPS-Studie mit fokussierter ESWTDie Frequenz gibt an, wie viele Impulse pro Sekunde abgegeben werden. Sie ist etwas anderes als die Energieflussdichte und beschreibt für sich allein nicht, wie intensiv behandelt wird.

Anzahl der Sitzungen

3 Termine im Wochenabstand in der GTPS-StudieAuch der Piriformis-Vergleich sah drei wöchentliche Termine vor, allerdings mit einem radialen Gerät; die Studie von 2025 zum oberen Trapezius umfasste vier Sitzungen. Das sind getrennte Serien für jeweils andere Beschwerdebilder.

Abstand zwischen den Sitzungen

Vom untersuchten Protokoll vorgegebenDer Abstand wird zusammen mit Gerät und Behandlungsziel dokumentiert. Einen optimalen Abstand für alle myofaszialen Beschwerdebilder legen die zitierten Studien nicht fest.

Sitzungsdauer

Die Anwendungszeit ergibt sich aus Impulszahl und FrequenzUntersuchung und Vorbereitung kommen zur eigentlichen Anwendung hinzu. Ein längerer Termin bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine höhere Dosis abgegeben wurde.

Betäubung

Keine örtliche Betäubung in der GTPS-StudieOb betäubt wird, hängt von Indikation und Protokoll ab. Die Verträglichkeit wird während der ganzen Anwendung geprüft; angepasst wird innerhalb des gewählten Protokolls.
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Klinische Evidenz

Studien zu einzelnen BeschwerdebildernStudienpopulation, Gerät und Nachbeobachtung unterscheiden sich

Hong et al. (2017) – Quadratus lumborum; PMID 28971042

Eine retrospektive Auswertung mit 30 Patientinnen und Patienten fand unter ESWT eine stärkere Schmerzbesserung als nach Triggerpunktinjektion; bei der Einschränkung zeigte sich kein klarer Unterschied. Da die Gruppen nicht zufällig zugeteilt wurden, ist die Aussagekraft begrenzt.PubMed 28971042

Eftekharsadat et al. (2020) – QL; PMID 33076888

Diese Studie mit 54 Personen verglich radiale ESWT mit einer Injektion aus Kortikosteroid und Lidocain. Nach zwei Wochen lag die Injektion bei Schmerz und Einschränkung vorn, nach vier Wochen die ESWT bei Einschränkung und Lebensqualität. Der kurze Vergleich hatte keine Scheinbehandlung, und widersprüchliche Angaben zum Ablauf erlauben es nicht, eine verlässliche Behandlungsserie abzuleiten.PubMed 33076888

Şenlikci et al. (2025) – oberer Trapezius; PMID 41042302

Diese Studie mit 57 Personen verglich radiale, fokussierte und Scheinbehandlung über vier Sitzungen und erhob die Ergebnisse bis sechs Monate danach. Das Studienteam berichtet mit beiden Geräten eine stärkere Schmerzbesserung. Kleine Gruppen, unterschiedlich lange Beschwerdedauer und uneinheitliche VAS-Angaben im Abstract schränken die Sicherheit dieser Aussage ein. Bei allgemeinen Funktionswerten unterschieden sich die Gruppen nicht.PubMed 41042302

Dede et al. (2026) – Piriformis-Syndrom; PMID 42291383

Randomisiert wurden 48 Personen, 44 schlossen die Studie ab. Sie erhielten drei wöchentliche Sitzungen, entweder ultraschallgestützte radiale ESWT oder ultraschallgeführtes Dry Needling, in beiden Gruppen ergänzt durch Dehnübungen. Schmerz, Einschränkung und Funktion der Beine besserten sich nach einem und nach drei Monaten, ohne klaren Unterschied zwischen den Gruppen. Eine Scheinbehandlung oder ein Äquivalenzdesign gab es nicht.PubMed 42291383

Ramon et al. (2020) – chronisches GTPS; PMID 32769596

Hier erhielten 103 Patientinnen und Patienten drei wöchentliche Sitzungen mit fokussierter ESWT oder mit niedrigenergetischer Scheinbehandlung, dazu jeweils dieselben Übungen. Nach zwei Monaten lag der Schmerz im Mittel bei 2,0 gegenüber 4,7 von 10 Punkten, ausgehend von 6,3 in beiden Gruppen; der funktionelle Vorteil hielt meist bis sechs Monate an. Das betrifft die Behandlung der Sehnen an der seitlichen Hüfte (GTPS), nicht einzelne Punkte in der Gesäßmuskulatur.PubMed 32769596

Song et al. (2024) – craniomandibuläre Dysfunktion (CMD); PMID 38685720

In dieser Studie erhielten 26 Patientinnen und Patienten zusätzlich zur Routinebehandlung drei Sitzungen mit Stoßwelle oder Scheinbehandlung. Nach zwei Wochen lagen Schmerz und Mundöffnung bei der aktiven Behandlung vorn; vier Wochen später wurde erneut untersucht. Diese vorläufige Studie belegt weder eine anhaltende Wirkung speziell an Masseter oder Temporalis noch ein Standardprotokoll für das Gerät.PubMed 38685720

Schmerzlinderung

Die Schmerzergebnisse unterscheiden sich je nach Diagnose und Vergleichsgruppe

Druckschmerzschwelle

Eine veränderte Druckempfindlichkeit bedeutet noch nicht, dass die Funktion zurückkehrt

Beweglichkeit

Verfolgen Sie die Bewegung, die vor der Behandlung eingeschränkt war
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Die Behandlungssitzung

Untersuchung und Wahl des Ziels

Am Anfang stehen die Diagnose und eine schmerzhafte Tätigkeit, deren Verlauf beobachtet wird. Zielregion und benachbarte Strukturen werden untersucht, bevor Gerät und Behandlungsfeld feststehen.

Kontaktgel auftragen

Ein Gel sorgt dafür, dass die akustische Energie vom Applikator gut auf die Haut und das darunterliegende Gewebe übergeht.

Applikator ausrichten

Der Applikator wird auf das diagnostizierte Zielgewebe ausgerichtet. Dabei helfen anatomische Orientierungspunkte und – wenn das Protokoll eine Ortung verlangt – die Bildgebung.

Protokoll und Verträglichkeit

Gerät, Energie, Impulszahl und Frequenz werden nach dem gewählten Protokoll eingestellt. Ihr Befinden bleibt im Blick; wird die Anwendung unerträglich, wird sie angepasst oder beendet.

Behandlung mit Rückmeldung

Die Fachperson fragt während der Behandlung nach Ihrem Empfinden und bleibt dabei im geplanten anatomischen Feld. Dass der bekannte Schmerz ausgelöst wird, ist allein kein Grund, auf einen Nerv, ein Gefäß oder eine andere ausgesparte Struktur auszuweichen.

Bewegung und Übungen

Das Übungs- oder Belastungsprogramm, das zur Diagnose passt, läuft weiter. In der GTPS-Studie absolvierten beide Gruppen dasselbe tägliche Übungsprogramm.

Hinweise für den Alltag

Besprechen Sie, wie Sie mit dem behandelten Beschwerdebild und eventuellen Nachschmerzen im Alltag umgehen. Eine anhaltende Verschlechterung wird vor der nächsten Sitzung abgeklärt.
§ 07

Wann eine Stoßwellentherapie infrage kommen kann

Untersuchte myofasziale Schmerzen

Ein Verfahren kommt in Betracht, wenn schmerzhafte Region und Einschränkung zu einem untersuchten myofaszialen Beschwerdebild passen, etwa zu Schmerzen im oberen Trapezius. Eine tastbare Druckempfindlichkeit allein ergibt noch keine Diagnose.

Wunsch, Nadeln zu vermeiden

Wer lieber auf Nadeln verzichtet, kann die Stoßwelle ansprechen, sofern für das untersuchte Beschwerdebild Evidenz vorliegt. Der Piriformis-Vergleich fand nach einem und nach drei Monaten keinen klaren Unterschied zwischen beiden Verfahren.

Untersuchte myofasziale Schmerzen im oberen Trapezius

Die Studie mit radialer, fokussierter und Scheinbehandlung galt myofaszialen Schmerzen im oberen Trapezius. Die Schmerzergebnisse fielen günstig aus; bei allgemeinen Funktionswerten unterschieden sich die Gruppen nicht.

Anhaltende Schmerzen der Glutealsehnen / GTPS

Bei diagnostizierten, anhaltenden Sehnenschmerzen an der seitlichen Hüfte lässt sich eine fokussierte Stoßwelle zusätzlich zum gezielten Belastungsaufbau erwägen. Für eine isolierte Druckempfindlichkeit im Gluteus medius oder minimus belegen die GTPS-Studien keinen vergleichbaren Nutzen.

Mischbilder aus myofaszialen Schmerzen und Tendinopathie

Bestehen Sehnenschmerz und Muskeldruckschmerz nebeneinander, sollte klar sein, worauf die Behandlung zielt. Die Evidenz unterscheidet sich je nach Beschwerdebild: Die 2025 im JOSPT veröffentlichte Leitlinie zur Rotatorenmanschette (Desmeules et al.; PMID 40165544) stützt es, ESWT bei kalzifizierender Tendinopathie zu erwägen – nicht aber bei nicht kalzifizierender Tendinopathie der Rotatorenmanschette.

Ein klares Rehabilitationsziel

Vereinbaren Sie eine Tätigkeit, die regelmäßig überprüft wird – beim GTPS etwa bequemes Liegen auf der Seite oder Gehen. Das Belastungsprogramm bleibt während der gesamten Serie auf die Diagnose abgestimmt.
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Kontraindikationen und Nebenwirkungen

ISMST-Empfehlungen zu Anwendungsgebieten und Kontraindikationen (Englisch)

Wann nicht behandelt werden darf

Abklärung vor der Behandlung

Nebenwirkungen

Befinden und Behandlungsfeld im Blick behalten

Studien berichten über örtliche Schmerzen, Rötungen und Blutergüsse. Wie häufig seltene Komplikationen sind, lässt sich aus kleinen Wirksamkeitsstudien nicht genau bestimmen. Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten, hängt von Gerät und anatomischem Feld ab.

Vorübergehende Hautrötung

Eine leichte örtliche Rötung kommt häufig vor und klingt meist rasch ab.

Leichte Schwellung

Kurz nach der Behandlung können die Weichteile etwas anschwellen oder gereizt reagieren.

Petechien oder kleine oberflächliche Blutergüsse

Punktförmige Einblutungen sind möglich, vor allem bei höherer Energie oder empfindlicher Haut.

Schmerzen während der Behandlung

Unangenehme Empfindungen während der Sitzung sind häufig; deshalb wird die Energie meist auf ein erträgliches Maß eingestellt.

Nachschmerz

Örtliche Schmerzen können bis in die folgenden Tage anhalten. Starke, anhaltende oder zunehmende Schmerzen sollten abgeklärt werden, bevor die Behandlung weitergeht.
PubMed 32769596
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ESWT im Vergleich zu anderen Verfahren

Vergleich
Praktischer UnterschiedKlinische Einordnung

vs. Dry Needling

Die Stoßwelle ist nichtinvasiv und durchdringt die Haut nicht
Keines der beiden Verfahren ist grundsätzlich überlegen; vergleichen Sie Studien zur selben Diagnose

vs. Therapeutischer Ultraschall

Die Stoßwelle gibt einzelne Druckimpulse ab; therapeutischer Ultraschall erzeugt eine andere akustische Exposition
Aus der Stärke des mechanischen Reizes lässt sich kein größerer Nutzen ableiten

vs. TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation)

Die Stoßwelle arbeitet mit akustischen Impulsen; TENS reizt elektrisch über Hautelektroden
Ein anderer Wirkmechanismus beweist keinen länger anhaltenden Nutzen der Stoßwelle

vs. Manuelle Therapie

Ein Applikator gibt ein festgelegtes Impulsprotokoll ab; in der manuellen Therapie arbeitet die Fachperson mit den Händen
Welches Verfahren mehr bringt, hängt von Diagnose, Vergleichsbehandlung und persönlicher Präferenz ab
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Behandlung und Nachuntersuchung

3 Sitzungen

BehandlungssitzungenBeim chronischen GTPS wurden drei wöchentliche fokussierte Sitzungen geprüft; bei anderen Beschwerdebildern kamen andere Serien zum Einsatz.

Alltag

Zwischen den SitzungenSetzen Sie den vereinbarten Aktivitätsplan fort. Notieren Sie Nachschmerzen, den Schmerz bei einer ausgewählten Tätigkeit und spürbare Veränderungen zwischen den Terminen.

2–6 Monate

NachuntersuchungDie GTPS-Studie erhob den Schmerz nach zwei Monaten und begleitete die Teilnehmenden bis sechs Monate. Prüfen Sie bei jeder Kontrolle den Schmerz bei derselben ausgewählten Tätigkeit.
Das Wichtigste in Kürze
  1. Die Stoßwellentherapie ist eine Option bei bestimmten, untersuchten Beschwerdebildern – darunter das chronische GTPS und ausgewählte myofasziale Schmerzbilder.

  2. Fokussierte und radiale Geräte erzeugen unterschiedliche Druckfelder; Einstellungen und Indikationen sollten zur vorhandenen Evidenz passen.

  3. In einer scheinkontrollierten Studie verbesserten drei wöchentliche fokussierte Sitzungen plus Übungen die Ergebnisse beim chronischen GTPS.

  4. Die Studien zu oberem Trapezius, Quadratus lumborum, Piriformis und Kiefer unterscheiden sich in Vergleichsgruppen und Nachbeobachtungszeit.

  5. Ob weitere Sitzungen sinnvoll sind, zeigen der Schmerz bei einer ausgewählten Tätigkeit und die Funktion im Alltag.

  6. Für hochenergetische fokussierte Behandlungen gelten eigene Kontraindikationen – anatomische ebenso wie solche, die das Blutungsrisiko betreffen.